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MVZ Zahn im Glück
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81737 München

Sprechzeiten

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Sind Fluoridtabletten für Kinder sinnvoll: Tipps vom Kinderzahnarzt

Fluorid dient der Vorsorge gegen Karies. In diesem Punkt ist sich die Wissenschaft einig. Weniger Einigkeit herrscht dagegen in der Frage, ob es in Tablettenform oder durch eine fluoridhaltige Zahnpasta zugeführt werden sollte. Es ist gut möglich, dass Sie vom Kinderarzt und vom Kinderzahnarzt darauf verschiedene Antworten erhalten. Bei "Zahn im Glück", Ihrem Kinderzahnarzt in München, möchten wir diese Verwirrung gerne für Sie auflösen. Deshalb erklären wir auf unserem Blog, welche Rolle Fluoride in der Prophylaxe für Kinder spielen und geben Ihnen Tipps an die Hand, worauf Sie bei der Flouridgabe achten sollten.


Was sind Fluoride?

Fluoride sind Mineralsalze. Sie entstehen durch die natürliche Verbindung von Fluor mit anderen Stoffen und zählen zu den Spurenelementen. Vor allem für die Zahngesundheit spielen sie eine wichtige Rolle.
In vielen Lebensmitteln sind Fluoride von Natur aus enthalten. Dazu gehören unter anderem:

  • Mineralwasser
  • Schwarzer Tee
  • Fisch
  • Schalentiere
  • Kuhmilch
  • Getreideprodukte
  • Nüsse
  • Fleisch
  • Spargel
  • Spinat

Spuren von Fluorid finden sich auch in vielen Obstsorten und in Gemüse wie Zuckermais, Paprika, Aubergine oder Zucchini. Durchschnittlich liegt der Fluoridgehalt in Nahrungsmitteln allerdings bei weniger als 1 mg pro Kilo Frischgewicht.

Welche Gründe gibt es, Fluoride zusätzlich zuzuführen?

Der menschliche Organismus benötigt Fluorid für den Aufbau und die Härtung von Knochen und Zähnen. Gerade für Kinder ist es deshalb wichtig, genug davon aufzunehmen. Fluorid hemmt außerdem den Abbau von Mineralstoffen im Zahnschmelz. Dieser wird widerstandsfähiger gegen Säureangriffe und gegen Bakterienbefall, ist also besser vor Karies geschützt. Auch hier profitieren wieder die Jüngsten, denn mit einer guten Prophylaxe kann man nicht früh genug beginnen.

Um unseren Fluoridbedarf ausschließlich über die Nahrung zu decken, müssten wir kiloweise Walnüsse und Fisch verzehren. Eine ausgewogene Ernährung sieht jedoch anders aus, und so ist es sinnvoll, Fluoride zusätzlich zuzuführen. Ernährungsexperten setzen dafür unter anderem auf fluoridiertes Speisesalz. Bei Kleinkindern sollten Sie allerdings die Zufuhr von Fluoriden altersgerecht dosieren. Dies gelingt besser mit Fluoridtabletten oder Fluoridzahnpasta.
 

Die Frage aller Fragen: Fluoridtabletten oder Fluoridzahnpasta?

Kinderärzte verschreiben oft schon in den ersten Lebensmonaten D-Fluoretten. Diese Fluoridtabletten enthalten zusätzlich Vitamin D3 und dienen der Prophylaxe gegen Karies und Rachitis zugleich. Junge Eltern lassen sich von diesem "2-in-1-Effekt" gern überzeugen. Zahnärzte sehen ihn etwas kritischer, denn Fluoridtabletten müssen gelutscht werden, um an Ort und Stelle wirken zu können. Wenn Ihr kleiner Liebling die Tablette zu schnell verschluckt, wird das Fluorid von der Magenschleimhaut aufgenommen. Es wirkt dann systemisch, dringt aber bis zum Zahnschmelz gar nicht unbedingt vor. Im ungünstigsten Fall kann sich jedoch auch zu viel davon im Zahnschmelz einlagern und Schäden verursachen.

Die Fluoridierung der Zähne im Kindesalter sollte schonend erfolgen. Auch bei der Fluoridzahnpasta ist deshalb die Dosierung entscheidend. Da Kleinkinder ihre Zahnpasta oft schlucken, kann es sonst ebenfalls zu einer Fluorose an den Zähnen kommen. Halten Sie sich immer an die Mengenangaben auf der Verpackung und lassen Sie Ihr Kind nicht alleine mit der Zahnpasta hantieren. Informieren Sie bitte auch Ihren Kinderarzt, wenn Sie Fluoridzahnpasta verwenden, denn sie sollte nicht mit Fluoridtabletten kombiniert werden. Grundsätzlich gilt: Fluoride wirken dann am besten, wenn sie regelmäßig in der optimalen Menge die Zahnoberfläche erreichen.

Wie finde ich die richtige Fluoridzahnpasta?

Die europäische Fachgesellschaft für Kinderzahnheilkunde (EAPD) empfiehlt für Kinder ab 2 Jahren eine Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt von 1000 ppm. Für Kleinstkinder ab dem ersten Zahndurchbruch ist eine Fluoridzahnpasta mit 500 ppm erhältlich. Wenn Sie diese auch für die größeren Geschwister verwenden möchten, erhöhen Sie einfach entsprechend die Dosierung.
 

Fazit

Eine Fluoridierung der Zähne gehört zur Prophylaxe für Kinder unbedingt dazu. Die passende Zahnpasta und deren richtige Dosierung spielen dabei eine Schlüsselrolle. Weitere Infos oder eine persönliche Beratung erhalten Sie bei "Zahn im Glück", Ihrem sympathischen Kinderzahnarzt in München.

 

Wann dürfen wir Ihnen helfen?

Tel. 089 45 66 80 80

info@zahn-im-glueck.de